
LEVI VAN LEEUWEN
Schulfachbuch
Bildung überdacht – Bildung neu gedacht
Erinnerst du dich an deinen Geschichtsunterricht? An die Vokabeltests in Englisch? An die Matheformeln, die du nie gebraucht hast – und an die Fragen, die nie gestellt wurden?
Dieses Buch schaut hin – in jedes Fach, durch jedes Fenster, in jede Erinnerung. Es erzählt von einer Schule, wie sie war. Und von einer Schule, wie sie sein könnte. Eine Schule, die nicht nur Formeln prüft, sondern Menschen stärkt. Eine Schule, in der man nicht nur lernt, sondern begreift. Eine Schule, die nicht nur belehrt, sondern begleitet.
Das Schulfachbuch geht Fach für Fach durch das System – kritisch, ehrlich, persönlich, mit Haltung. Es ist ein Buch für Lehrer mit Haltung, Eltern mit Fragen, Politiker mit Verantwortung und Bildungsrebellen – aber vor allem: für eine Zukunft, in der Bildung wieder etwas mit Leben zu tun hat.
Ein Buch für alle, die noch wissen, wie sich Schule angefühlt hat. Und für alle, die glauben, dass es auch anders geht.
Veröffentlichung: 29.5.2025 (1. Auflage)
Taschenbuchausgabe: 219 Seiten (ISBN 979-8-2801-5810-8)
Aus der Reihe: Liebe, Lüge, Wahnsinn
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Sätze, die geblieben sind:
Von den ein oder anderen Figuren meiner Schulzeit. Meine Flügel wollten sie stutzen – aus Prinzip, nicht aus Pädagogik. Aber sie haben mich nicht kleingekriegt. Sie ließen es mich nicht nur wissen, sondern vor allem spüren. Es hat sich eingebrannt, aber ich habe es mir auch aufgeschrieben. Damals tat es weh. Heute klingt’s fast wie ein Kompliment mit schlechter Verpackung.
„Das Abitur schaffst du nie“, sagte eine.
Wie kann man nur … Aber, ich war pünktlich da – und blieb einfach sitzen, bis es vorbei war.
„Du bist zu sensibel für diese Welt“, sagte der, der ständig rumschrie.
Stimmt. Aber die Welt war oft zu abgestumpft für mich. Ich blieb ruhig – und lernte, woher der Lärm kam.
„Du störst den Unterricht mit deinen vielen Fragen“, sagten einige.
Ich dachte, genau das sei Sinn von Unterricht.
„Du bist kein Teamplayer“, sagte mein völlig unsportlicher Sportlehrer.
Ich suchte mir ein besseres Team.
„Wenn du dich nicht anpasst, wird das nichts“, sagte meine Klassenlehrerin.
Was für ein Kompliment. Denn auch das habe ich mit Robin Hood gemeinsam.
„So wird aus dir nie etwas“, sagte jemand mit viel Korrekturstift und wenig Vorstellungskraft.
Ich wurde jemand – der nicht so spricht.
„Du wirst es zu nichts bringen.“
Zum Glück habe ich das Zitat mitgebracht – es bringt jetzt was.
„So kannst du im Leben nicht weit kommen“, murmelte jemand.
Ich lächelte – und ging los.
„So wie du schreibst, versteht dich niemand“, sagte einer mit rotem Kuli und rotem Kopf.
Heute werde ich zitiert. Naja.
„Du bist ein hoffnungsloser Fall.“
Hoffnung wird überbewertet – Mut reicht.
„Mit dir wird nie jemand arbeiten wollen.“
Zum Glück hab ich’s allein ganz gut hingekriegt.
„Dein Verhalten ist asozial.“
Ich nannte es: Selbstschutz vor systematischer Kränkung.
„Dafür bist du zu dumm.“
Vielleicht. Aber nie dumm genug, um das zu glauben.
„Du hast ein Autoritätsproblem.“
Stimmt. Vor allem mit autoritärer Dummheit.
„Du bist nicht belastbar.“
Ich war nur nicht bereit, mich von euch kaputt machen zu lassen.
„Du bist nicht normal“, sagten sie oft.
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, wie schön das ist.