
LEVI VAN LEEUWEN
Ich schreibe mal ein Buch
Dieses Buch beginnt nicht mit einer Methode.
Sondern mit einer Frage:
Warum willst du schreiben?
Nicht um berühmt zu werden.
Nicht für Rankings.
Sondern für diesen Moment, in dem ein Satz plötzlich stimmt.
„Ich schreibe mal ein Buch“ ist kein klassischer Ratgeber.
Es ist ein Gang durch den Prozess – vom ersten Impuls über das leere Dokument bis zur Entscheidung: Verlag, Agentur oder Selfpublishing.
Es geht um Zweifel.
Um angefangene Kapitel.
Um Texte, die man löscht und trotzdem nicht loswird.
Es geht auch um das Handwerk:
Wie entsteht ein Manuskript?
Was passiert bei einer Verlagssuche?
Wie funktioniert Selfpublishing wirklich – jenseits der Versprechen?
Dieses Buch romantisiert das Schreiben nicht.
Es zeigt die Umwege, die Absagen, das Warten.
Und die Freiheit, trotzdem weiterzumachen.
Du brauchst keine Erlaubnis, um anzufangen.
Aber du brauchst Ausdauer.
Schreiben heißt: entscheiden, verwerfen, neu beginnen.
Schreiben heißt auch: Verantwortung übernehmen für den eigenen Text.
Ob du einen Verlag suchst, mit einer Agentur arbeitest oder selbst veröffentlichst –
am Anfang steht immer dasselbe:
Eine leere Seite.
Und die Bereitschaft, sie zu füllen.
VERÖFFENTLICHUNG: 28.8.2025 (1. AUFLAGE)
TASCHENBUCHAUSGABE: 241 SEITEN (ISBN 979-8-2626-7356-8)
Hier erhältlich:
Bald beginnt etwas
JETZT VORBESTELLEN!
Als E-Book oder Taschenbuch.
Ausgabe wählen und bei Amazon bestellen.
Kein Geräusch. Kein Klicken. Nur ein leises Aufblättern.
Trag dich für den Newsletter ein – und erfahre zuerst, wann es beginnt.
Bonus-Kapitel aus dem Buch
Es gibt diese Momente, da weiß man, dass man im Bullshit-Olymp angekommen ist.
Ich verschicke mein Exposé, kurz, knapp, dabei unverschämt klar:
„Bitte lesen Sie mein Exposé.“
Eine Bitte, einfach, fast unschuldig.
Die Antwort kommt prompt:
„Nö.“
Fast nur ein einziger Buchstabe, lakonisch, und minimalistisch, und doch laut und hallend wie ein Donnerschlag in einem leeren Opernhaus. Man könnte lachen, könnte weinen, könnte beides gleichzeitig tun.
Das Universum der Agentur-Absurditäten in Reinform: effizient, kalt, unnachgiebig.
Mir war das leicht zu blöd, also konterte ich:
„Dann druck ich’s dir halt aus und schick’s als Überraschungspaket.“
Ein kleines Feuerwerk der Provokation, eine Prise Humor, ein Hauch von:
„Schau, so geht Kommunikation, auch wenn du es vergessen hast.“
Stattdessen: der absolute Vollbremsmodus.
Die Antwort:
„Ich möchte von Ihnen nicht gedutzt werden (Ja, er hat es tatsächlich so geschrieben). Ich habe meine Agentur vor einigen Tagen schließen müssen. Im Übrigen ist Ihr Stil indiskutabel. Gruß“.
Bäm.
Alles in einem Satz:
Moralkeule, Schreibfehler, und doch Selbstbeweihräucherung, Stilpolizei und Todesnachricht für die eigene Agentur obendrauf.
Die Arroganz klebt an den Worten wie Ölschmiere an alten Maschinen, und die verbale Verrohung blitzt auf wie Licht in einem kaputten Neonröhren-Tunnel. Jede Silbe ein Schlag, jede Leerzeile ein Hieb, der an die Schädeldecke klatscht. Ich lese, ich staune, ich lache – und plane gleichzeitig den literarischen Gegenschlag.
„Lieber Gernegross (Autokorrektur)“, beginne ich – sein wirklicher Name allein ist schon Geschenk der Ironie –, „deine Nachricht ist ein Lehrstück darin, wie man mit wenigen Worten ein ganzes Universum an Unvermögen, Arroganz und verbaler Verrohung entfaltet. So kraftlos und leer, dass selbst die Leiche deiner längst beerdigten Agentur davon beschämt wäre.
Du kritisierst meinen Stil, doch in Wirklichkeit entlarvt deine Antwort nicht mich, sondern dich selbst — als jemanden, der das Handwerk der Kommunikation nicht einmal aus der Ferne erahnt. Deine Worte sind scharf wie stumpfe Messer, deren einzige Wirkung darin besteht, den eigenen Träger zu bluten zu bringen. Was das Duzen angeht: Es ist ein Spiegel, der dir nur allzu deutlich zeigt, wie wenig Respekt du dir selbst verschaffst, wenn du ihn anderen verweigerst. Respekt, den du dir dringend erst verdienen solltest — sofern du dazu fähig bist.“
Ein Konter, nicht aggressiv, nicht höflich, sondern absolut präzise.
„Dies ist mein letzter Gruß an dich, geschrieben mit der Gelassenheit eines Menschen, der weiß, wann man sich vom Ballast der Bedeutungslosigkeit löst. Ich rate dir, ihn dir zu Herzen zu nehmen — bevor deine Worte noch mehr Narben hinterlassen.“
Und so endet dieser kleine Tanz.
Mein Konter? Ein Lehrstück, wie man mit absurden Agenturen umgeht, wie man Rotz, Spott und Intelligenz kombiniert und dabei niemals den eigenen Stil verkauft.
Die Moral dieses Spiels: Die Kontrolle liegt beim Autor. Nicht beim Agenten, nicht beim Verlag, nicht bei der Arroganz der Bürokratie. Der Text gehört dem, der ihn schreibt. Alles andere ist Bonus.
Und der Leser, der es versteht, lacht.
Der Rest kann den Kopf schütteln.
























