
LEVI VAN LEEUWEN
Kokain & Miserabel
Ferdinand Birnbaum ist wohlhabend.
Bildungsphilanthrop. Stifter. Diskret.
Er lebt zurückgezogen, vermeidet öffentliche Zurschaustellung und hält Privates konsequent aus dem Blickfeld.
Unabhängigkeit ist für ihn kein Statussymbol, sondern Lebensprinzip.
Als er eine Beziehung mit Veronika Dankeschön eingeht, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken.
Was als private Angelegenheit beginnt, wird zur strafrechtlichen Auseinandersetzung.
Der Vorwurf lautet Erpressung.
Im Verlauf des Verfahrens verschieben sich Gewichte.
Aussagen gewinnen an Schärfe.
Beweismittel tauchen auf, verschwinden, verändern ihre Bedeutung.
Eine auffällige Nähe zwischen Klägerin und Staatsanwalt bleibt unbeachtet.
Sein Verteidiger bleibt blass.
Das Gericht entscheidet.
Ferdinand wird verurteilt.
Doch das Urteil beendet den Fall nicht.
Paprika Esser beginnt zu recherchieren.
Nicht im Auftrag.
Nicht im Namen einer Institution.
Sondern aus dem Anspruch heraus, genau hinzusehen.
Sie stößt auf Widersprüche, Abhängigkeiten und Versäumnisse –
auf das, was im Verfahren hätte geprüft werden müssen.
Während Ferdinand mit der Realität eines Urteils lebt,
das ihn definiert, zeigt sich, wie fragil die Konstruktion war, die zu seiner Verurteilung führte.
Paprika Esser legt offen, was übersehen, verschoben oder nicht geprüft wurde.
Sie arbeitet an dem, was im Verfahren nicht stattfand: an Genauigkeit.
Ob ein Urteil Wahrheit ist, bleibt eine offene Frage.
Für Ferdinand nicht.
Kokain & Miserabel ist ein Roman über Freiheit und ihre Gefährdung.
Über Macht, die nicht schützt.
Über ein System, das entscheidet – und sich dabei selbst genügt.
Und über einen Mann, der weiß, dass ein Urteil nicht dasselbe ist wie Wahrheit.
Ein Urteil kann gesprochen werden.
Eine Geschichte bleibt erzählbar.
Veröffentlichung: 26.11.2024 (1. Auflage)
Taschenbuchausgabe: 321 Seiten (ISBN 979-8-3322-0900-0)
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