
LEVI VAN LEEUWEN
Ungekannt
Zwischen Erinnerung und Gegenwart lebt eine Frau, deren Name nie ganz ausgesprochen wird.
Die Stadt, in der sie sich bewegt, trägt keine verlässlichen Schilder. Straßennamen sind überklebt, Türen führen in Amtsgänge ohne Ausgang. Formulare verlangen Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat.
Sie arbeitet zwischen Aktenordnern.
Sie schreibt Protokolle.
Irgendwann beginnt sie, ihr eigenes zu führen.
Was als Ordnung gedacht war, wird brüchig.
Kindheitserinnerungen tauchen auf wie falsch abgelegte Dokumente. Begegnungen kippen ins Surreale. Sprache verliert ihre Ränder.
Doch sie weigert sich, zu verschwinden.
Mit einer fast trotzigen Genauigkeit hält sie fest, was andere ausradieren würden. Gegen das Vergessen setzt sie Sätze. Gegen die Kälte der Systeme eine eigensinnige Wachheit.
Ungekannt erzählt von einer Frau, die nicht mehr weiß, woher sie kommt – und gerade deshalb beginnt, sich selbst zu entwerfen.
Hier endet keine Geschichte.
Hier beginnt jemand, sich nicht mehr definieren zu lassen.
Es ist ein Roman über Identität im Niemandsland, über Sichtbarkeit in einer Welt, die normiert, sortiert und löscht.
Veröffentlichung: 31.7.2025 (1. Auflage)
Taschenbuchausgabe: 353 Seiten (ISBN 979-8-2928-9875-7)
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Die Frau ohne Ort
Die Frau ohne Ort.
Ein Flur aus Licht.
Doch kalt das Glühen.
Kein Schatten folgt mir bis zur Tür.
Die Stimmen schweigen in den Blüten
aus Staub und Nacht.
Ein Messer liegt in meinen Händen.
Kein Stahl –
nur das, was bleibt,
wenn alles einen Namen hat
und ich keinen.
Ich war ein Ruf.
Vielleicht ein Schreien.
Ein Anfang ohne Danach.
Ein Haus aus Fragen.
Ohne Wände.
Der Regen fiel.
Ich stand im Warten.
Ein Mensch im Zwischen.
Kein Ort.
Kein Wort.
Nur dieses helle, leere Licht.
Ich trug die Welt in meinen Taschen.
Sie war zu schwer.
Sie war aus Glas.
Kein Blick hielt sie lange fest.
























