Keimzelle - Roman von Levi van Leeuwen - ISBN 979-8326700278

Levi van Leeuwen

Keimzelle

Paprika Esser ist eine bekannte Journalistin.
Recherche ist ihr Beruf. Distanz ihr Werkzeug.

Nach einem Aufenthalt auf Bali reist sie über China zurück. Ein Virus breitet sich aus.
Ausreisen werden eingeschränkt. Bewegungen kontrolliert.

Was zunächst wie eine globale Ausnahmesituation wirkt, zeigt bald lokale Unstimmigkeiten.
Informationen passen nicht zusammen. Zahlen ändern sich. Zugänge werden verwehrt.

Und dann begegnet sie ihm.

Ein pensionierter Auslandskorrespondent. Kein Zufall. Er hat sie erwartet.

Er kennt ihre Mutter.
Er kennt Teile ihrer Geschichte, die ihr selbst nur fragmentarisch zugänglich sind. Und er hat Gründe, gerade jetzt Kontakt aufzunehmen.

Was als Recherche zu einem Ausbruch beginnt, entwickelt eine zweite Ebene. Vergangenheit und Gegenwart überlagern sich. Politische Informationskontrolle trifft auf familiäres Schweigen.

Gemeinsam mit dem Korrespondenten und seiner Frau folgt Paprika Spuren – durch Wuhan, über Hongkong, weiter nach Europa.
Dokumente werden geprüft. Versionen verglichen. Erinnerungen neu bewertet.

Je näher sie der strukturellen Wahrheit kommt,
desto instabiler wird die persönliche.

Ein Virus kann Grenzen schließen.
Aber auch Geschichten öffnen.

Keimzelle ist der erste veröffentlichte Fall von Paprika Esser. Ein Roman über Herkunft und Deutungshoheit. Über Information als Machtinstrument. Und über die Erkenntnis, dass Recherche manchmal dort beginnt, wo man sie am wenigsten führen will.

Veröffentlichung: 9.2.2021 (1. Auflage)
Taschenbuchausgabe: 359 Seiten (ISBN 979-8-3267-0027-8)

Hier erhältlich:

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Schreiben ohne Plot

Mit Paprika Esser – Corona bitte! begann ein Experiment.

Ein Roman ohne fertigen Handlungsplan.
Ohne definiertes Ende.
Kapitel für Kapitel – wöchentlich veröffentlicht.

Was als spontane Entscheidung entstand, war bewusst gesetzt: Nach einem über Jahre entwickelten Debüt sollte das Gegenteil versucht werden. Schreiben unter Zeitdruck. Schreiben im Jetzt. Ohne Netz.

Die Geschichte entwickelte sich parallel zu realen Ereignissen. Stränge entstanden. Figuren verselbständigten sich. Zusammenhänge mussten im Prozess gefunden werden – nicht im Vorfeld.

Leserinnen und Leser begleiteten die Entstehung unmittelbar. Begriffe wurden vorgeschlagen. Impulse aufgenommen. Die Kontrolle über das Gesamtbild blieb bewusst unvollständig.

Die Veröffentlichung stellte sich als unerwartet schwierig heraus. Nicht der Inhalt stand zur Debatte, sondern ein Wort im Titel.

Der Roman erschien schließlich unter neuem Namen: Inkognitod.

Heute kehrt er zurück. Überarbeitet. Neu gerahmt. Unter seinem endgültigen Titel: Keimzelle.

Ohne Pseudonym.
Ohne Umweg.

Was als Experiment begann, erwies sich als konsequente Form: Eine Geschichte entstehen zu lassen, während sie geschrieben wird.

Paprika Esser war von Anfang an da.
Jetzt ist sie offiziell zurück.

Und mit ihr die Entscheidung, Schreiben nicht als Konstruktion zu begreifen – sondern als Prozess.

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